Pudel

Der Pudel ist gemäss FCI in der Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde in der Sektion 2 Pudel klassiert. Er wird unter dem FCI-Standard Nr. 172 beschrieben. Im Französischen heißt er Caniche. Das Wort Caniche kommt von Cane – die Ente. Denn früher wurde diese Rasse als Apportierhund für die Jagd auf Wasservögel benutzt. Sie stammt vom Barbet ab und hat viele Charaktere von ihm behalten.
Zu Anfang der Pudelzucht, Ende des 19. Jahrhunderts, gab es nur Groß- und Kleinpudel, in den klassischen Farben schwarz, weiß und braun. Eine Weile war umstritten, ob Deutschland, Frankreich oder Russland Ursprungsland dieser Hunderasse ist. Im Rahmen der FCI-Anerkennung in den 30er Jahren wurde dann Frankreich als Ursprungsland des Pudels festgelegt. Eine weitere Größe, der Zwergpudel, kam mit diesem Schritt zum Rassestandard hinzu. In den 1990er Jahren folgte noch der Toypudel. Somit gibt es heute vier Größenvarianten von Pudeln.
Die wohl vollendetste Liebeserklärung an den Pudel hat der schweizerische Gelehrte, Prediger und Schulmann Peter Scheitlin in seinem geistvollen, im Jahre 1840 veröffentlichten Werk „Versuch einer vollständigen Tierseelenkunde“ geschrieben. Er schreibt darin unter anderem: „Der vollkommenste Hund ist der Pudel, und was Gescheites und Braves am Hunde gerühmt wird, bezieht sich vereint auf ihn. Er hat Eigenheiten, Sonderbarkeiten, Originalitäten und Genialitäten. An ihm ist alles Psyche. Der Pudel ist von Natur gut. Jeder schlechte ist durch Menschen schlecht gemacht worden.“

Ein Auszug aus dem Rassestandard:

Allgemeines Erscheinungsbild

Harmonisch, von mittleren Proportionen, mit charakteristischem gelocktem oder geschnürtem Haarkleid. Er erweckt den Eindruck eines intelligenten, stets wachsamen, munteren Hundes, der sehr elegant und stolz ist.

Wesen

Er zeichnet sich durch seine Treue, Gelehrigkeit und Ausbildungsfähigkeit aus, was ihn zum besonders angenehmen Gesellschafter macht.

Gangwerk

Der Pudel hat eine tänzelnde und leichtfüssige Gangart.

Haarkleid

Üppig, von feiner, wolliger Textur, gut gekräuselt, elastisch und dem Druck der Hand widerstehend. Die Wolle soll sehr dicht, reichlich, von gleichmässiger Länge, ebenmässige Locken bildend.

Größe

< 28 cm. Der erwünschte Idealtyp wäre 25 cm mit Toleranz von minus 1 cm. Der Toy stellt in seinem Gesamtbild das Aussehen eines Zwergpudels dar, und gleiche Proportionen erfüllen alle Standardbedingungen. Alte Merkmale einer Verzwergung sind ausgeschlossen, nur das Hinterhauptbein ist weniger betont.

Kosten

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen:

  • Futter
  • Tierarzt
  • Groomer (alle 4 – 6 Wochen)
  • Hundesteuer
  • Haftpflichtversicherung
  • Krankenversicherung
  • Hundeschule
  • weiteres Zubehör

Berühmte Pudelfreunde